Die 6 häufigsten Rasenpflege-Fehler im Frühling

Es ist endlich Frühling und die Sonne hat deine Tatkraft zum Leben erweckt. Gut so, denn dein Garten freut sich über etwas Liebe und Zuneigung nach dem langen Winter. Bevor du jedoch die Ärmel hochkrempelst, solltest du dich über die häufigsten Rasenpflege-Fehler im Frühling informieren. Wie gehst du im Frühling sicher, deinem Rasen mit der […]

5 MIN 25 Mrz
letzte Aktualisierung: 30 Sep 2022
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Es ist endlich Frühling und die Sonne hat deine Tatkraft zum Leben erweckt. Gut so, denn dein Garten freut sich über etwas Liebe und Zuneigung nach dem langen Winter. Bevor du jedoch die Ärmel hochkrempelst, solltest du dich über die häufigsten Rasenpflege-Fehler im Frühling informieren.

Wie gehst du im Frühling sicher, deinem Rasen mit der Pflege auch wirklich etwas Gutes zu tun und ihn nicht weiter zu strapazieren? Als Rasendoktor teile ich mir die ersten Monate des Jahres in zwei Hälften auf: Frühjahr und Frühling. Im Frühjahr ist es noch zu kalt, um wirklich zu gärtnern. Die Bodentemperatur liegt noch unter zehn Grad. Der Rasen kann also weder Nährstoffe verarbeiten noch wachsen. Kleine Arbeiten, wie den Garten säubern, Laub rechen und Werkzeug warten, kannst du allerdings bereits erledigen. Sobald der Boden wärmer als zehn Grad ist, fängt der Frühling für mich an. Der Rasen erwacht aus dem Winterschlaf und freut sich auf Moosvernichter, Dünger, Mähen und andere Pflegekuren. Teilst du dir die ersten Monate auch nach Bodentemperatur auf, vermeidest du den häufigsten Rasenpflege-Fehler im Frühling ganz einfach.

1. Du kalkst zu viel oder zu wenig

Wenn du deinen Rasen im Herbst nicht richtig versorgt hast, begrüßt dich dein Grün nach dem Winter eventuell mit einem Moosteppich. Laubreste und anderes abgestorbenes Material senken den pH-Wert des Bodens, besonders in den kalten Monaten. Moos und Unkraut fühlen sich pudelwohl und wachsen munter über dein Gras hinweg. Doch wie gehst du dagegen vor? Mit Rasenkalk wirkst du einem der häufigsten Rasenpflege-Fehler im Frühling ganz leicht entgegen. Verteile Kalk, sobald die Bodentemperatur fünf Grad erreicht hat. Dann nimmt der Grund den Kalk auf und entsäuert sich nach und nach. 

Hand hält pH-Wert-Streifen

Rasendoktor Louis rät: „Mache einen Bodentest, bevor du Kalk ausbringst. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 5,5 und 6,5. Verteile nur Kalk, wenn dein Ergebnis nach unten abweicht. Liegt der Wert darüber, kannst du ihn mit einem stickstoffhaltigen Dünger senken.“

2. Du schärfst dein Gartenwerkzeug nicht

Hast du schon mal mit einer stumpfen Schere oder Messer etwas geschnitten? Das Ergebnis sind unscharfe Kanten. Ähnlich ist es bei Pflanzen und besonders bei Rasen. Jeder Schnitt verletzt die Pflanze und muss gestärkt werden. Ist der Schnitt glatt, ist die Oberfläche so klein wie möglich und schnell verheilt. Eine unsaubere Schnittstelle ist schwieriger zu regenerieren und bietet zusätzlich mehr Raum für Rasenkrankheiten. Stelle also sicher, dass deine Werkzeuge stets scharf sind, um einem der häufigsten Rasenpflege-Fehler im Frühling geschickt vorzubeugen. Mähmesser sollten spätestens nach 15 Einsätzen geschärft werden. Im Frühjahr steht eine Generalüberholung aller Werkzeuge an.

Rasendoktor Louis rät: „Wenn du die Klingen deines Rasenmähers nicht selbst schärfen kannst oder möchtest, nutze die günstigen Raten der Gartencenter im Herbst. Die meisten kümmern sich erst vor der Saison um ihre Tools; die Preise sind entsprechend im Frühjahr höher.“

3. Du düngst zu früh oder gar nicht

Dünger nach dem Winter ist für deinen Rasen wie ein Schluck Wasser an einem heißen Sommertag. Er sehnt sich nach Nährstoffen, um sich zu erholen und zu stärken. Für mich hat Dünger jedoch noch einen weiteren wichtigen Aspekt: Er bereitet deinen Rasen auf die kommende Saison vor. Im Frühling ist es daher wichtig, zwei Dünger zu verteilen. Einen Rasendünger Frühling, sobald es warm genug ist und einen Langzeitdünger, bevor der Sommer beginnt.

Doch bleiben wir im Frühling. Sobald die Bodentemperatur zehn Grad beträgt, kannst du den Dünger ausbringen. Andernfalls wird er vom Boden nicht aufgenommen und versickert. Der hohe Stickstoffanteil des Düngers ist perfekt, um deinen Rasen zu versorgen und aufs Vertikutieren vorzubereiten. Düngst du deinen Rasen nicht, gehen mit der Zeit die Nährstoffe aus. Die Wurzeln können das Gras nicht mehr versorgen. Der Rasen stirbt ab und du bemerkst die ersten kahlen Stellen. Diese werden dann von Unkraut übernommen. Grasnarbe adé – Moosteppich olé!

Düngen mit Handstreuer

Rasendoktor Louis rät: „Achte darauf, dass zwischen Kalken und Düngen mindestens vier Wochen liegen, damit du nicht in die Falle der häufigsten Rasenpflege-Fehler im Frühling tappst. Die Inhaltsstoffe beider beeinflussen sich gegenseitig negativ und die Wirkung bleibt aus. Dein Rasen wird also weder mit Nährstoffen versorgt noch entsäuert.“

4. Du vertikutierst zu früh oder gar nicht

Jährliches Vertikutieren ist wichtig, um Unkraut aus dem Rasen zu kämmen und die Grasnarbe so schön dichtzuhalten. Ich rate dazu, im Frühling und Herbst zu vertikutieren. Moos und Unkraut, die sich im Winter gebildet haben, werden entfernt und dein Rasen kann gesund nachwachsen. Da Vertikutieren für deinen Rasen jedoch kein Zuckerschlecken darstellt, ist es wichtig, dass er sich danach erholen kann. Vermeide also diesen Rasenpflege-Fehler im Frühling und vertikutiere nur, wenn die Bodentemperatur bereits zehn Grad beträgt. Andernfalls winken Rasenkrankheiten und ein erneuter Unkrautbefall. Idealerweise hast du deinen Boden zwei bis vier Wochen vorher mit einem 2-in-1 Moosvernichter und Dünger gestärkt.

Vertikutieren mit Benzin Vertikutierer

Rasendoktor Louis rät: „Dein Rasen erholt sich am besten während seines Wachstumsschubs. Das ist meistens Anfang April der Fall. Beobachte also deinen Rasen. Sobald er schneller wächst, kannst du loslegen.“

5. Du säst nicht nach

Eine schöne und dichte Grasnarbe entsteht nicht von alleine. Besonders nach dem Vertikutieren ist es wichtig, frische Rasensamen zu verteilen. Ansonsten wachsen in den frisch entmoosten Stellen schnell neues Unkraut. Diesen Rasenpflege-Fehler im Frühling kannst du allerdings einfach umgehen. Nutze MOOWY’s schnellwachsende Rasensamen, um kahle Stellen schnell wieder mit saftig grünem Gras aufzufüllen. Auch hier sollte die Bodentemperatur mindestens zehn Grad betragen. Sonst keimen die Samen nicht und dein Rasen bleibt fleckig. Moos und Unkraut sammeln sich in kahlen Stellen schnell. Der beste Zeitpunkt ist im April, dann sollten auch die frostigen Nächte vorbei sein.

rasen anlegen rasensamen

Rasendoktor Louis rät: „Damit du möglichst schnell wieder eine dichte Grasnarbe hast, hältst du deine verteilten Rasensamen am besten zwei Wochen lang feucht. Ohne Wasser können sie nicht keimen. Damit die jungen Halme stark wachsen, solltest du deinen Rasen etwa drei bis vier Wochen nach der Aussaat nicht mehr betreten. Höchsten zum Entfernen von Unkraut.“

6. Du mähst zu kurz oder zu selten

Wusstest du, dass in deinem Rasen Wachstumshormone sind, und dass du sie zu deinem Vorteil nutzen kannst? Genauer gesagt beim Mähen. Doch dazu solltest du richtig mähen. Dein Rasen muss in der Lage sein, sich vom Mähen zu erholen und Ausläufer zu bilden. Dazu muss die Bodentemperatur mindestens zehn Grad betragen, damit das Gras auch nachwachsen und die Schnittstelle regenerieren kann. Mähen bei zu kaltem Boden ist einer der häufigsten Rasenpflege-Fehler im Frühling. Dein Rasen ist zu schwach, um sich zu erholen. Rasenkrankheiten haben ein Leichtes, deinen Rasen zu befallen und kahle Stellen zu bilden.

Durch zu frühes Mähen verwandelst du deinen Rasen also schnell in ein Unkrautparadies. Warte bis zur ersten Wachstumsphase im April, idealerweise kombinierst du das erste Mähen mit Vertikutieren und anschließendem Rasenstarter-Dünger. Mähe deinen Rasen danach wöchentlich. Durch regelmäßiges Mähen nutzt du das Wachstumshormon. Dein Rasen breitet sich seitlich aus und bildet eine saftig grüne und dichte Grasnarbe.

Person schiebt Rasenmäher auf grünem Rasen

Rasendoktor Louis rät: „Mähe deinen Rasen nicht zu kurz. Es ist ein Irrglaube, dass du dann seltener Mähen musst. Zu kurzer Rasen ist sehr anfällig. Außerdem musst du dann auch öfters düngen. Denn mit jedem abgeschnittenen Halm entfernst du Nährstoffe, die die Wurzeln wieder aus dem Boden ziehen müssen. Entferne nie mehr als ⅓ Drittel der Grashöhe auf einmal.

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