Boden

Gartenboden verbessern und analysieren

Die Bodenbeschaffenheit beeinflusst, wie gut und gesund dein Rasen, deine Hecken und deine Rosen heranwachsen. Finde heraus, wie du die Bodenverhältnisse in deinem Garten bestimmst und welche Maßnahmen zur Verbesserung geeignet sind.

3 MIN 27 Aug
letzte Aktualisierung: 24 Sep 2021
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Leicht, mittelschwer oder schwer – die Klassifizierung des Gartenbodens erinnert an olympische Kampfsportarten. Die Gewichtsklasse entscheidet in diesem Fall jedoch nicht darüber, wie schwer der Gegner sein darf. Der Bodentyp sagt etwas über die Beschaffenheit der Erde aus, welche Pflanzen sich darin wohl fühlen und wie die optimale Pflege aussieht. Du kannst den Typ auch durch Zugabe unterschiedlicher Materialien verändern. Ich verrate dir gerne, worauf du dabei achten musst.

Gartenboden bestimmen

In welche Gewichtsklasse kämpft der Boden bei dir im Garten wohl? Mit einem simplen Test findest du es heraus. Dazu musst du dir nur die Hände ein bisschen schmutzig machen.

Nimm etwas feuchte Gartenerde in die Hände und forme sie zunächst zu einer schönen Kugel. Anschließend rollst du sie zu einer Wurst. Zerfällt dein Projekt bei dem Prozess, weil die Erde zu krümelig ist, hast du einen leichten Sandboden. Ist die Wurst hingegen glatt und nicht klebrig, hast du einen mittelschweren Lehm- und Sandboden. Bei einer glatten und klebrigen Wurst handelt es sich um einen schweren Lehmboden.

Leichter Boden

Leichter Boden ist sandig, locker und krümelig. Daher wird er auch als Sandboden bezeichnet. Farblich ist er an der eher hellen Färbung zu erkennen. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit wird Wasser schnell abgeleitet und staut nicht zurück. Das führt allerdings auch dazu, dass wenig Feuchtigkeit zurückbehalten wird. Bei Dauerhitze und Dürre, könnte das für deine Pflanzen problematisch werden. Du kannst Sandboden mithilfe von Bodenverbessern etwas andere Eigenschaften verpassen oder Pflanzen anlegen, die sich in diesem Milieu besonders wohlfühlen.

Sandiger, leichter Boden mit krümeliger Textur

Pflanzen für Sandböden

  • Lupine
  • Schwertlilie
  • Kornblume
  • Storchschnabel
  • Kugeldisteln
  • Flieder
  • Sanddorn
  • Hainbuche

Mittelschwerer Boden

Der mittelschwere Boden ist ideal für den Garten. Er hält gerade genug Feuchtigkeit zurück, um Pflanzen ausreichend zu versorgen, und bildet bei normalen Regenfällen keine Staunässe. Außerdem dauert es nicht lange, bis der Grund im Frühling warm wird. Die Wachstumsbedingungen für zahlreiche Pflanzen sind somit optimal. Auch dein Rasen wächst auf einem guten Lehm- und Sandboden am besten.

Wenn du einen solchen Gartenboden hast, musst du also nichts verbessern. Vergiss aber nicht deine Pflanzen regelmäßig zu düngen – selbst der beste Boden übernimmt das nicht für dich. Dementsprechend kannst du eigentlich alles Mögliche anpflanzen. Eine Liste gibt’s trotzdem – zur Inspiration.

Mittelschwerer Boden ist leicht sandig und recht fest

Pflanzen für Lehm- und Sandböden

  • Funkien
  • Frauenmantel
  • Lavendel
  • Mangold
  • Rosen
  • Kerzenknöterich
  • Margeriten
  • Günsel

Schwerer Boden

Ein schwerer Lehmboden hält viel Wasser zurück und ist sehr anfällig für Staunässe. Als ob das nicht schon kompliziert genug wäre, lässt der dichte Boden nicht genug Luft an die Wurzeln. Das hemmt das Wachstum der meisten Pflanzen.

Leider sind das super Bedingungen für diverse Gewächse, die in den Augen der meisten zum Unkraut zählen. Darüber hinaus wärmt sich schwerer Boden nur ganz langsam auf. Im Frühling dauert es daher eine Weile, bis das Wachstum einsetzt. Immerhin gibt es einige Pflanzen, die diese Bedingungen tolerieren, solltest du den Boden nicht verbessern wollen.

Schwerer Gartenboden ist dunkel und wird bei Regen matschig

Pflanzen für Lehmböden

  • Primel
  • Sonnenhut
  • Sumpfdotterblume
  • Schildblume
  • Aster
  • Eisenhut
  • Taglilie
  • Forsythien

Anleitung zum Gartenboden verbessern

Wenn du bei dir im Garten einen Lehm- oder Sandboden hast, kannst du verschiedene Maßnahmen zum Verbessern ergreifen. Da leichter Boden nur wenig Wasser speichert, kann das im Sommer für deine Pflanzen gefährlich werden. Die Speicherkapazität optimierst du, indem du beispielsweise Tonmineralmehl oder Lehm in die Erde mischst.

Im Beet funktioniert das ganz einfach. Wenn du den Grund unter deinem Rasen aufbessern möchtest, musst du allerdings zum Spaten greifen. Wie genau das funktioniert, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Solltest du einen schweren Lehmboden haben, kannst du jede Menge Sand und Kompost untermischen. Außerdem ist es sinnvoll, schweren Boden regelmäßig zu aerifizieren oder mit mechanischen Helfern wie einer Harke aufzulockern.

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