Mein Rasen wächst nicht – Vermeide diese 11 Fehler

Du möchtest einen schönen dichten Rasen, aber die Halme strecken ihre Köpfchen einfach nicht durch die Erde. Bevor du haareraufend vor deinem Rasen stehst und über Wundermittelchen nachdenkst, informiere dich lieber über die 11 häufigsten Fehler bei der Rasenpflege. Vielleicht entdeckst du ja den Grund, warum die dichte Grasnarbe auf sich warten lässt.

7 MIN 02 Dez
letzte Aktualisierung: 02 Dez 2022
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#01 – Du säst falsch

Beim Anlegen eines Rasens sind 3 Punkte wichtig: die richtige Bodentemperatur, Bodenkontakt zwischen Rasensamen und Erde sowie die ideale Menge an Feuchtigkeit. Vernachlässigst du nur einen Aspekt, wird’s mit dem grünen Teppich so schnell nichts.

Die Bodentemperatur sollte mindestens 10 Grad betragen, also wenn die Lufttemperatur etwa 18 bis 20 Grad anzeigt – anders keimen die Rasensamen nicht. Zu heiß sollte es jedoch auch nicht sein, weswegen sich ein besonders warmer Sommer zum Aussäen nicht eignet. Ab 25 Grad ist der Boden einfach zu warm. Die bereits bestehenden Wurzeln gehen in den Überlebensmodus über, um mögliche Dürre besser wegzustecken. Miss die Bodentemperatur mit einem Rasen-Thermometer, bevor du Rasensamen ausbringst.

Hand auf grünem Rasen
Wenn du kein Thermometer zur Hand hast, kannst du die ungefähre Temperatur manuell herausfinden | Aleksandra Cheremisova/shutterstock

Drücke die Samen dann mit einer Walze an, damit sie in direkten Kontakt mit der Erde kommen. Ansonsten können sie nicht keimen. Zum Keimen und Wachsen benötigen Rasensamen zudem die richtige Menge an Feuchtigkeit. Ist dein Boden trocken, solltest du ihn einen Tag vorm Aussäen befeuchten. Unterstütze das Keimen und Wachsen der jungen Gräser, indem du den Boden 2 Wochen lang feucht hältst. Dazu gießt du ihn etwa 4-mal täglich leicht.

Rasendoktor Louis rät:

„Verlege deine Aussaat in den Frühling oder Herbst. Dann sind die Temperaturen optimal und Regen übernimmt das regelmäßige Bewässern.“

#02 – Die Rasensamen schlagen keine Wurzeln

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, dass die Rasensamen in direktem Kontakt mit dem Boden sind. Die Erde hält die Samen feucht und gibt Nährstoffe ab, sobald die Rasensamen keimen. Damit dieser Bodenkontakt besteht und erhalten bleibt, kannst du folgende Schritte vor und nach dem Aussäen beachten:

  1. Vertikutiere oder lüfte deinen Rasen vor der Aussaat, um die Filzschicht zu entfernen. Das reguliert die Feuchtigkeit und Luftzufuhr in der Grasnarbe und sorgt dafür, dass die Rasensamen zum Boden gelangen.
  2. Harke die Rasensamen nach der Aussaat maximal 0,5 cm in die Erde ein. So bleiben sie besser feucht – und werden weniger von Vögeln stibitzt.
  3. Achte darauf, nicht zu überwässern. Sonst werden die Rasensamen weggespült. Mit einem Rasensprinkler von MOOWY verteilst du einen sanften Nebel über deinem Rasen, ohne den Keimlingen zu schaden.

#03 – Dein Rasen liegt im Schatten

Normaler Rasen braucht mindestens 4 Stunden direktes Sonnenlicht täglich, um wachsen zu können. Ansonsten wird das Wachstum entweder stark verzögert, oder bleibt ganz aus. Schau dir deinen Rasen also zunächst genauer an. Liegen einige Stellen im Schatten, solltest du dort Schattenrasensamen ausbringen.

Für die dunklen Ecken
Frontansicht sonnen- und schattenrasensamen Beutel mit kleine menge rasensaat
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#04 – Der Boden ist zu trocken

Dass du frisch ausgesäte Rasensamen feuchthalten solltest, haben wir bereits besprochen. Auch bestehender Rasen will regelmäßig einen Schluck Wasser trinken. In regenlosen oder dürren Perioden ist es wichtig, den Rasen zu beobachten – besonders, wenn dir eine dichte grüne Grasnarbe am Herzen liegt. Achte darauf nicht jeden Tag, sondern je nach Wetterlage etwa 1- bis 2-mal wöchentlich zu bewässern. Die folgende Tabelle ist eine kleine Hilfe, um deinem Rasen die richtige Menge an Wasser zu verpassen.

LufttemperaturBewässernmm je Durchgang
< 15 Grad
15 bis 20 Grad1 x wöchentlich25 mm
20 bis 25 Grad1 x wöchentlich30 mm
25 bis 30 Grad2 x wöchentlich20 mm
< 30 Grad2 x wöchentlich25 mm


Rasendoktor Louis:

„Wusstest du, dass du mit richtigem Gießen tiefe und resistente Wurzeln züchten kannst? In meinem Ratgeber Tief liegende Rasenwurzeln für ein starkes Grün erkläre ich dir genau, wie du das anstellst.“

05 – Die Wurzeln bekommen nicht genug Sauerstoff

Egal ob bei jungem oder Bestandsrasen: die Wurzeln brauchen Sauerstoff, um richtig arbeiten zu können. Ein lockerer Boden in Kombination mit regelmäßigem Vertikutieren und Lüften sorgt dafür, dass Sauerstoff zu den Wurzeln gelangt. Ein genauer Blick auf deinen Rasen hilft dir, mögliche Fehler zu finden. Hat sich Moos und Rasenfilz angesammelt, ist es höchste Zeit, den Vertikutierer auszupacken oder zu lüften. Ist die Grasnarbe jedoch in Ordnung, ist der Boden möglicherweise zu kompakt. Mit einem Rasenlüfter mit Hohlzinken schaffst du schnell Abhilfe. Stanze Erdspieße aus dem Boden aus und fülle sie mit Rasensand wieder auf. Die Wurzeln und Erdkriecher übernehmen dann Rest und lockern die Erde gekonnt auf.

06 – Dein Rasen ist hungrig

Wie fühlst du dich, wenn du gesundes Essen außer Acht lässt und nur zu fettigem Fastfood greifst? Sicher ausgelaugt, schlapp und müde. Ähnlich geht es deinem Rasen. Er braucht einige essenzielle Nährstoffe, um zu einer schönen und tiefgrünen Grasnarbe zu wachsen. Diese Nährstoffe ziehen die Wurzeln aus dem Boden – doch dort kommen sie nur bedingt natürlich vor. Ein Rasen ist eine künstlich angelegte Grünflache, deswegen musst du dich regelmäßig um ihn kümmern. Saisonale Dünger sind ideal, um dein Grün mit allem zu versorgen, was es braucht. Zusätzlich bereiten sie die Wurzeln auf die kommende Jahreszeit und ihre Herausforderungen vor.

07 – Du bringst den falschen Dünger aus

Ja, düngen ist wichtig für deinen Rasen. Doch dabei solltest du nicht irgendeinen Dünger ausbringen oder dich gar auf einen ganzjährigen Alleskönner verlassen. Ich betone nochmals das Wort saisonal. Dünger sind aus verschiedenen Anteilen Stickstoff, Phosphor und Kalium zusammengesetzt. Je nach Menge der jeweiligen Nährstoffe wirkt sich der Dünger anders auf den Rasen aus. Stickstoff regt das Wachstum an, Phosphor stärkt die Wurzelbildung und Kalium erhöht die Widerstandsfähigkeit. Deswegen ist es wichtig, den richtigen Dünger für die kommende Jahreszeit zu wählen. Beispielsweise solltest du deinen Rasen kurz vor den stressigsten Monaten (Sommer und Winter) nicht mit einem unnötigen Wachstumsboost belasten.

Dünger in Granulatform bietet viele Vorteile und ist sehr leicht zu verteilen | Mabeline72/shutterstock

08 – Du düngst und kalkst gleichzeitig

Rasenpflege ist sehr einfach – wann man weiß, was man macht. Wenn du schon zu Dünger und Kalk greifst, um deinen Rasen zu stärken, solltest du dir einer Sache bewusst sein: Bringst du beide zusammen oder mit zu geringem Abstand aus, negieren sich die Wirkstoffe. Das Ergebnis: naja, keins. Calciumcarbonat reagiert mit den meisten Nährstoffen. Stickstoff zum Beispiel verpufft und kann so von den Wurzeln nicht mehr aufgenommen werden. Wenn du deinen Rasen also Düngen und Kalken möchtest, gehe sicher, dass mindestens 3 Wochen dazwischen liegen. Dann hat der Boden genug Zeit, die Nährstoffe zu verarbeiten.

09 – Du mähst nicht oft genug

Weniger Mähen gleich mehr Rasen – oder? Im ersten Moment hört sich das vielleicht richtig an. Schließlich schneidest du beim Mähen Gras weg. Doch die Natur hat ihre eigenen Methoden entwickelt. Beim Rasen ist es tatsächlich umgekehrt. Wenn’s dicht und voll werden soll, ist regelmäßiges Rasenmähen die Lösung. Denn nach dem Mähen regenerieren sich erst die Spitzen der Halme, bevor sie weiter in die Höhe wachsen. Allerdings sorgt ein Wachstumshormon, das durchs Mähen aktiviert wird, dafür, dass der Rasen sich währenddessen vertikal ausbreitet. Und genau das ist der Knackpunkt für eine dichte Grasnarbe.

Rasendoktor Louis:

„Und als kleiner Bonus: Mit häufigem Mähen und einer dichten Grasnarbe hältst du Moos und Unkraut aus deinem Rasen.“

10 – Schädlinge, Pilze und Unkräuter im Rasen

Hat sich ungewolltes Grün, Pilze oder Engerlinge (und andere Insekten) in deinen Rasen verirrt, wird es höchste Zeit zu handeln. Denn ein ungesunder Rasen wächst nur bedingt oder gar nicht. Sind Engerlinge oder andere Larven im Boden, knabbern sie sich an den Rasenwurzeln satt. Wie soll so eine dichte Grasnarbe wachsen? Rasenkrankheiten wie Pilze schwächen deinen Rasen und sorgen für kahle Flecken. Wurzeln faulen möglicherweise ab. Auch Unkraut solltest du im Auge behalten. Es ist dominanter als Rasen und nimmt ihn schneller ein, als dir lieb ist. Stöbere dich durch MOOWYs Tipps und Tricks. Dort habe ich bereits einige Ratgeber verfasst, um deinen Rasen von Schädlingen, Unkraut und Pilzen zu befreien.

11 – Du bist zu ungeduldig

Ein frisch gesäter Rasen braucht etwas Zeit, um zu keimen und zu wachsen. Bis zur trittfesten Grasnarbe braucht es einen guten Monat. Sicher, es gibt viele Produkte, die eine grüne Wiese in 2 Wochen versprechen. Ich zweifele auch nicht daran, dass das funktioniert – allerdings wirst du nur einen Sommer Spaß an dieser Pracht haben. Denn bei diesen Produkten handelt es sich um einjährigen Rasen. Wächst schnell, ist aber auch genauso schnell wieder Geschichte.

Warten ist hart, vor allem, wenn der Rasen für einige Zeit zur Tabuzone wird | tairome/shutterstock

Besser ist es, in hochwertige Rasensamen zu investieren. Sie brauchen 1,2 Wochen länger, belohnen dich aber dafür über Jahre hinweg mit einem schönen Grün. MOOWY bietet schnellwachsende Rasensamen an, die ebenfalls lange grünen. Und das ohne Haken, denn wir verwenden dazu größtenteils Deutsches Weidelgras. Es keimt um etwa eine Woche schneller als andere Gräser und sorgt somit zügig für eine dichte Grasnarbe.

Rasendoktor Louis rät:

„Geduld ist auch in den ersten 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat geboten, denn so lange solltest du deinen Rasen nicht betreten. Die jungen Keimlinge brauchen Zeit, um starke Wurzeln und Halme zu bilden. Betritt den frisch besäten Rasen erst zum Mähen wieder.“

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