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Rollrasen oder Säen – Alle Vor- und Nachteile auf einen Blick

Du träumst von einem weichen Grasteppich in deinem Garten, weiß aber nicht so recht, wie du ihn anlegen sollst. Rollrasen oder Säen? Eine gute Frage, der ich in diesem Artikel auf den Grund gehe. Als Rasendoktor kenne ich mich mit beiden Optionen bestens aus. Ich gebe dir deswegen alle Vor- und Nachteile mit auf den […]

18 MIN 18 Mrz
letzte Aktualisierung: 18 Mrz 2022
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Du träumst von einem weichen Grasteppich in deinem Garten, weiß aber nicht so recht, wie du ihn anlegen sollst. Rollrasen oder Säen? Eine gute Frage, der ich in diesem Artikel auf den Grund gehe. Als Rasendoktor kenne ich mich mit beiden Optionen bestens aus. Ich gebe dir deswegen alle Vor- und Nachteile mit auf den Weg, damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst. Ich kann dir jetzt schon verraten, dass du mit Rasensamen wesentlich günstiger und einfacher zur Grünoase kommst als mit Rollrasen. Du musst dich allerdings ein paar Wochen länger gedulden.

Rollrasen verlegen – Teuer, aber schnell

Wenn du zügig eine grüne und dichte Wiese um dein Haus sehen möchtest und das nötige Kleingeld hast, ist zwischen Rollrasen oder Säen ein Fertigrasen die richtige Wahl. Auf dem vorbereiteten Boden werden etwa 50 Zentimeter breite und bis zu zwei Meter lange Bahnen aus fertigem, dichtem und unkrautfreiem Rasen in deinem Garten verlegt. Daher kommt auch der Name Fertigrasen. Zum Verlegen werden die Maße deines Gartens an den Hersteller weitergegeben, der Rasenbahnen bis zu zwei Zentimeter tief aus der Bodenoberfläche herausschält und aufrollt. Die Bahnen werden dann umgehend zu dir geliefert und verlegt. Je nach Fläche dauert das nur wenige Stunden.

Mann verlegt Rollrasen im Garten

Rollrasen oder Säen: Vorteile Rollrasen

Ein Rollrasen ist einfach eine prima Sache. Zunächst misst du deine zu begrünende Fläche aus und bestellst die Rasenrollen beim Hersteller. Sobald sie geliefert und verlegt wurden, kannst du deinen Rasen nach zwei bis drei Wochen ganz nach Belieben nutzen. Betrachtest du dir Rollrasen oder Säen gibt es beim Fertigrasen einige Vor- und Nachteile, auf die du achten solltest. Schauen wir uns zunächst die Vorteile genauer an.

Rollrasen kannst du rund ums Jahr verlegen

Ja, richtig gehört. Solange kein Frost gemeldet und der Boden nicht gefroren ist, kannst du auch im Winter Rollrasen verlegen. Die Bahnen werden mit einem etwa zwei Zentimeter dicken Wurzelwerk geliefert, das lediglich mit der Erde verwachsen muss. Gerade im Frühling zwischen Rollrasen oder Säen ein Fertigrasen praktisch, um der Gartensaison einen Kickstart zu geben.

Rollrasen spült nicht weg

Liegt der Rollrasen erst mal, bleibt er an Ort und Stelle. Rasensamen hingegen können schnell weggespült oder von Vögeln gesnackt werden. Besonders, wenn sie nicht in die Erde eingearbeitet und angedrückt worden sind. Dank der dichten Grasnarbe der Rasenbahn musst du dir zwischen Rollrasen oder Säen beim Fertigrasen keine Sorgen über kahle Stellen machen.

Rollrasen ist schnell nutzbar

Wenn du deinen Rasen schnell nutzen möchtest, könnte bei der Frage „Rollrasen oder Säen“ ein Fertigrasen die bessere Option für dich sein. Sobald die Bahnen verlegt sind, brauchen die Wurzeln etwa zwei bis drei Wochen, bis sie in der Erde verankert sind. In dieser Zeit solltest du den Rasen nicht betreten. Danach können deine Kinder oder Tiere nach Lust und Laune auf dem Rasen spielen und toben.

Kein Unkraut in Sicht

Entscheidest du dich zwischen Rollrasen oder Säen für einen Fertigrasen, wird dir eine dichte Grasnarbe frei von Unkraut direkt nach Hause geliefert. Der Rasen ist gesund und widerstandsfähig. Es gibt keine kahlen Stellen, die von Moos und anderem Unkraut eingenommen werden. Entsprechend hast du nicht nur ab Tag 1 einen unkrautfreien Rasen, sondern erhältst ihn mit der richtigen Pflege problemlos. Bei Saatrasen nistet sich je nach Umgebung Unkraut in die lockere und kahle Erde ein, während das Saatgut keimt. Mit dem richtigen Dünger und einem scharfen Auge ist das aber eher unwahrscheinlich.

Rollrasen oder Säen: Nachteile Rollrasen

So schön es auch klingt, Rasenbahnen auszurollen und sie einfach nur feucht zu halten, ein Fertigrasen hat auch einige Nachteile. Neben dem hohen Preisschild schleichen sich auch schnell ein paar Fehler ein, die den Geldbeutel noch mehr belasten. Solltest du mit einem Rollrasen liebäugeln, bedenke die folgenden Nachteile.

Rollrasen ist teuer

Der erste Grund, bei Rollrasen oder Säen zum Saatrasen zu tendieren, ist der Preis. Rollrasen wird in Quadratmetern berechnet. Spiel- und Sportrollrasen kostet pro Quadratmeter etwa 5,50 €, Schatten- und Zierrollrasen sogar 8,00 €. Bei einer Fläche von 100 Quadratmetern sind das also zwischen 550 und 800 €. Bei hochwertigen Rasensamen hingegen belaufen sich die Kosten pro Quadratmeter auf 45 bis 132 €.

Transport und Verlegen kostet extra

Wenn du, wie die meisten, keinen Hänger zur Verfügung hast, ist es sinnvoll, den Rollrasen zu dir nach Hause liefern zu lassen. Das kostet natürlich extra, etwa 2,50 €/m². Auch das Verlegen ist ein Service, der mit etwa 7 €/m² berechnet wird. Bei einem Rasen von 100 Quadratmetern kosten Lieferung und Verlegung also 950 € zusätzlich zu dem Preis des Rollrasens. Gar nicht mal so günstig.

Rollrasen verlegen ist sehr anstrengend

Wenn du dir die immensen Transport- und Verlegungskosten sparen möchtest, solltest du deinen Rollrasen selbst verlegen. Sicher, ein bisschen Schleppen ersetzt fix den Gang zum Fitnessstudio. 100-mal einen Quadratmeter Rollrasen à 20 Kilo von A nach B zu schleppen hört jedoch nicht so verlockend an. Plane also einige Stunden ein, um deinen Rollrasen zu verlegen. Mit einer Schubkarre geht es wesentlich einfacher.

Rollrasen muss direkt verlegt werden

Der Unterschied zwischen Rollrasen oder Säen ist, dass die Bahnen nicht gelagert werden können. Übrig gebliebene Rasensamen schon. Im besten Fall werden die frisch geschälten und gerollten Rasenbahnen direkt zu dir geliefert und umgehend verlegt. Und das am besten morgens, damit die Bahnen bei steigenden Tagestemperaturen nicht austrocknen und die anschließende Bewässerung bis zur Nacht einsickert. Ein zuverlässiger Liefertermin ist daher wichtig! Stelle auch alle Hilfsmittel, wie Schubkarre und Trittbretter bereit. Lass keine Rolle über Nacht liegen. Je nach Witterung wirst du sonst am Morgen mit einem faulen Geruch und gelben Halmen begrüßt.

Rollrasen akklimatisiert sich nicht immer an den Boden

Damit dein Rollrasen schön dicht und saftig bleibt, müssen sich die Wurzeln im Boden verwachsen. Bei gründlicher Vorbereitung und guten Bedingungen ist der Rasen binnen zwei bis drei Wochen mit der Erde verbunden. Ist der Boden jedoch zu feucht, zu schattig, der Rollrasen trocken oder über Nacht gefault, läufst du Gefahr, dass der Rasen abstirbt. Verlege ihn daher umgehend nach der Lieferung. Ein wichtiger Punkt, den du bedenken musst, wenn du zwischen Rollrasen oder Säen entscheidest.

Meine 14 Schritte zum Rollrasen verlegen

Zwischen Rollrasen oder Säen ist der Fertigrasen die teurere Option. Rollrasen ist nicht günstig. Damit sich das investierte Geld auch lohnt, sind Vor- und Nachsorge das A und O. Bereite dich außerdem auf das Verlegen an sich vor. Mit ein paar Tools, wie einer Schubkarre, geht das Schleppen der Rasenbahnen wesentlich einfacher. Grüne Flaschen mit bräunlichem Inhalt sind zudem ein gutes Mittel, um Helfer anzulocken. Dann bist du im Nu mit der Arbeit fertig. Auch zur Vorbereitung des Bodens sind ein paar zusätzliche Hände sinnvoll. Falls du aktuell keinen Rasen hast, überspringe die Schritte zwei bis vier.

1.      Unkraut an der Wurzel entfernen

2.      Bestehenden Rasen so kurz wie möglich heruntermähen

3.      Vertikutieren

4.      Grasnarbe abtragen

5.      Bodentest machen und Boden ausbessern

6.      Boden begradigen und zwei Wochen setzen lassen (Unkraut direkt entfernen)

7.      Boden leicht bewässern

8.      Trittbretter (etwa 30 x 30 Zentimeter) bereitstellen

9.      Bahnen eng aneinander (ohne Fugen und Überlappen) vorwärts ausrollen

10.   Bahnen an Kurven und Kanten nach Bedarf zuschneiden

11.   Rasenbahnen mit Trittbrettern belegen und an die Erde drücken

12.   Rollrasen ordentlich bewässern, für mindestens zwei Wochen feucht halten und nicht betreten

13.   Nach etwa zwei Wochen Rasen auf vier Zentimeter kürzen

14.   Rasen mit Dünger auf die nächste Saison vorbereiten

Wenn du dich beim Rollrasen oder Säen für Fertigrasen entscheidest, achte darauf, deinen Rasenbahnen möglichst lokal zu kaufen. Durch den kurzen Transportweg ist dein Rasen wesentlich frischer und ggf. sogar günstiger. Lokale Anbieter bauen zudem Rasen an, der auf das örtliche Wetter ausgerichtet ist. Perfekt also, für deinen Garten.

Rasen anlegen mit Rasensamen

Mein persönlicher Favorit bei der Frage „Rollrasen oder Säen?“. Als Rasendoktor ist mir nichts lieber, als meinen Rasen selbst heranzuziehen. Wichtig beim Rasen ist die Pflege. Die richtige Bodentemperatur und ein gut gedüngter Boden sind schonmal prima Voraussetzungen. Hältst du deine Rasensamen feucht, stehst du etwa einen Monat später  auf einem dichten, gesunden und trittfesten Rasen. Und das, ohne tief in die Taschen zu greifen.

Rollrasen oder Säen: Vorteile Rasen säen

Schauen wir uns zunächst die Vorteile von Saatrasen an. In Sachen Rollrasen oder Säen überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile, einen Rasen mit hochwertigen Rasensamen anzulegen. Es geht schnell, es kostet weitaus weniger und es macht Spaß, die kleinen Keimlinge wachsen zu sehen. Doch es gibt noch viel mehr Vorteile.

Saatrasen ist günstiger als Rollrasen

Das wohl eindeutigste Argument beim Thema „Rollrasen oder Säen“ ist und bleibt der Preis. Zum einfachen Rechnen gehen wir davon aus, dass du 100 m² Rasen anlegen möchtest. Rollrasen kostet je nach Gräsersorte zwischen 5,50 und 8,00 €/m². Das ist schon ein ganzer Batzen. MOOWY’s hochwertige Samen für Sport- und Spielrasensamen kosten pro Quadratmeter gerade mal 0,45 €, Sonnen- und Schattenrasensamen 0,48 € und Zierrasensamen 1,32 €. Da wird dir beim Ausrechnen der Kosten für Rollrasen sicher schwindlig.

Rasensamen sind ideal für kleine Flächen

Wenn du nur eine kleine Fläche begrünen möchtest, sind Rasensamen ideal. Das Ausbringen der Saat dauert nicht lange und auch die Nachsorge ist überschaubar. Bei einer kleinen Fläche sind die Transportkosten von Rollrasen womöglich höher als der Rollrasen selbst. Zwischen Rollrasen oder Säen sind Rasensamen für einen kleinen Garten die bessere Option.

Rasensamen sind einfach zu verteilen

Wenn du zum Verlegen von Rollrasen keine Fachleute bezahlen möchtest, sind Muckis und Ausdauer gefragt. Rasensamen hingegen kannst du ganz einfach und ohne körperliche Anstrengung ausbringen. Am einfachsten geht das mit einem Handstreuer oder Streuwagen. Kurz eingerechelt und drüber gewalzt wird’s schön gleichmäßig und dein Rasen wächst ebenmäßig und dicht.

Es geht wesentlich schneller, Rasensamen zu verteilen

Wenn es darum geht, dich zwischen Rollrasen oder Säen zu entscheiden, sind Rasensamen die schnellere Option. Je nach Fläche dauert das Abwiegen und Verteilen von Rasensamen nur wenige Minuten. Du bringst eine Hälfte längs und die andere Hälfte quer über deinen Grund aus, rechelst sie etwas ein, drückst sie mit einer Walze fest und fertig. Das Verlegen von Rollrasen dauert mehrere Stunden.

Rasensamen akklimatisieren sich besser an deinen Boden

Kennst du den Spruch: „Lass Gras drüber wachsen“? Er kommt nicht von irgendwoher, denn Gras wächst auf jedem gut genährten Boden. Egal, ob du vorm Rollrasen oder Säen einen lehmigen, sandigen oder – im Idealfall – gut gemischten Boden hast, deine Rasensamen werden sicher keimen, sofern du sie feucht hältst. Rollrasen akklimatisiert sich nicht immer und kann sogar absterben, wenn er sich nicht mit dem Boden verwurzelt.

Samen sind lange haltbar und einfach zu verstauen

Hast du Rasensamen übrig? Kein Problem. Lagere sie einfach in einer luftdichten Verpackung an einem trockenen und dunklen Ort. Dann halten sich die Rasensamen etwa drei Jahre. Musst du kahle Stellen auffüllen, hast du immer ein paar Reserve-Rasensamen parat. Ältere Rasensamen keimen zwar etwas langsamer, aber richtig bewässert und gedüngt entsteht dennoch eine saftig grüne Grasnarbe.

Mobiler Sprinkler bewässert Rasen

Rollrasen oder Säen: Nachteile Rasen säen

So einfach und verlockend das Verteilen von Rasensamen auch ist, gibt es ein paar Nachteile, denen du dir bewusst sein solltest. Ich würde es immer vorziehen und auch empfehlen, einen Rasen mit hochwertigen Samen anzulegen. Doch natürlich entscheidest du selbst, ob Rollrasen oder Säen das Richtige für dich ist.

Du musst dich gedulden

Ein grüner Rasen wächst nicht über Nacht. Selbst unsere hochwertigen Rasensamen brauchen bei guten Bedingungen etwa sieben Tage zum Keimen. Es dauert dann noch weitere zwei bis drei Wochen, bis dein Rasen hoch genug und stark gewachsen ist. Damit kommen wir auch schon zum nächsten Nachteil.

Du kannst deinen Rasen nicht direkt betreten

Von der Aussaat bis etwa zwei Wochen nach der Keimung solltest du deinen Rasen nicht mehr betreten. Die jungen Halme knicken durch Fußabdrücke direkt um und sind zu schwach, um sich zu erholen. Im schlimmsten Fall entsteht eine kahle Stelle, die du erneut einsäen und in Ruhe lassen musst. Für Kinder und Haustiere, die gerne im Garten toben, ist ein Saatrasen also eine Geduldsprobe. Beim Rollrasen oder Säen liegt der Unterschied zum Betreten des Rasens nur bei maximal zwei Wochen.

Saatrasen braucht etwas mehr Nachsorge

Wenn du einen Rasen mit Samen anlegen möchtest, darfst du dir für den Folgemonat keine großen Ausflüge erlauben. Die Rasensamen sind auf viermal tägliche Bewässerung angewiesen, da sie sonst nicht keimen und wachsen können. Ein Rasenspinkler könnte dir das Leben für Rollrasen oder Säen jedoch um einiges erleichtern. Du solltest den Rasen ebenfalls im Auge behalten und mit dem ersten Mähen nicht zu lange warten. Besonders in der Anfangszeit ist es wichtig, deinen Rasen regelmäßig zu mähen. So unterstützt du ihn dabei, dicht und gesund zu wachsen.

Rasensamen werden schnell zum Vogelsnack

Okay, das hört sich zugegebenermaßen dramatischer an, als es ist – sofern du beim Verteilen der Rasensamen alles richtig machst. Nach der Aussaat empfehle ich dir, die Rasensamen mit einer Walze anzudrücken. In direktem Bodenkontakt werden sie nicht weggespült und sind auch weniger auffällig. Achte darauf, Vögel direkt zu verscheuchen, wenn sie sich an deinen Samen guttun. Eine Vogelscheuche schadet je nach Rasengröße nicht. Bevor du die Rasensamen andrückst, kannst du sie bis zu 0,5 Zentimeter in die Erde einrecheln.

Minderwertige Rasensamen bringen nur kurze Freude

Bei der Frage „Rollrasen oder Säen“ ist Saatrasen die günstigere Option und macht bei einem kleinen Budget einfach Sinn. Spare mit günstigen Rasensamen jedoch nicht am falschen Ende. Viele Hersteller locken mit schnellkeimendem Saatgut, das binnen zwei bis drei Wochen einen trittfesten Rasen verspricht. Oftmals lässt diese schnelle Pracht jedoch spätestens nach einem Jahr nach. Dann musst du deinen Rasen erneut anlegen. Unsere hochwertigen Rasensamen sind mehrjährig und sorgen für eine dichte und gesunde Grasnarbe.

Eine ungleichmäßige Aussaat führt zu kahlen Stellen

Für mich ist das Verteilen von Rasensamen wie ein erfrischender Spaziergang in meinem Garten. Obwohl es so viel Spaß macht, achte ich dennoch darauf, die Saat gleichmäßig auszubringen. Ich rate dir daher, deine Rasensamen mit einem Handstreuer oder einem Streuwagen zu verteilen. So beugst du kahlen Stellen vor und verteilst auch nicht zu viele Rasensamen. Zum Rasen neu Einsäen empfehle ich 34 g/m².

Meine 13 Schritte zum Rasen Säen

Wenn du dich beim Rollrasen oder Säen für Saatrasen entscheidest, solltest du einige Punkte beachten. Damit dein neu angelegter Rasen gesund, dicht und ebenmäßig wächst, gebe ich dir meine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit auf den Weg. Wenn du alle Schritte befolgst, steht deinem grünen Teppich nichts mehr im Wege. Die Schritte zwei bis vier kannst du überspringen, falls du aktuell keinen Rasen hast.

  1. Unkraut an der Wurzel entfernen

  2. Bestehenden Rasen so kurz wie möglich heruntermähen

  3. Vertikutieren

  4. Grasnarbe abtragen

  5. Bodentest machen und Boden ausbessern

  6. Boden begradigen und zwei Wochen setzen lassen (Unkraut direkt entfernen)

  7. Boden mit Rasenstarter-Dünger versorgen und leicht bewässern

  8. Rasensamen mit einem Handstreuer ausbringen

  9. Rasensamen mit einem Rechen leicht verteilen und mit einer Walze andrücken

  10. Boden bewässern, mindestens zwei Wochen feucht halten und nicht betreten

  11. Nach etwa zwei Wochen, kahle Stellen erneut einsäen

  12. Ab etwa einem Monat nach der Aussaat: Regelmäßig mähen

  13. Rasen mit Dünger auf die nächste Saison vorbereiten

Möchtest du mehr übers Rasen Säen wissen? Ich meinem ausführlichen Ratgeber Rasen anlegen – Schritt für Schritt zum Traum in Grün erkläre ich dir, welche Rasensamen für dich geeignet sind, wie du den Boden richtig vor- und nachbereitest und wann der beste Zeitpunkt zum Rasen Säen ist.

Rollrasen oder Säen Übersicht

Damit dir die Entscheidung leichter fällt, habe ich dir noch mal alle Vor- und Nachteile zusammengefasst:

VorteileNachteile
Rasen säen+ mit 0,45 bis 1,32 €/m² sehr günstig+ sehr einfach und schnell auszubringen– Samen können nur ab einer Bodentemperatur von 10 Grad keimen
+ sehr einfach und schnell auszubringen– Rasen darf für etwa vier Wochen nicht betreten werden
+ ideal für kleine Flächen und kahle Stellen– braucht etwas mehr Nachsorge; das erste Mähen ist sehr wichtig
+ akklimatisiert sich direkt– Samen können von Vögeln verspeist werden
+ Rasensamen halten bei korrekter Lagerung bis zu drei Jahre– ungleichmäßige Aussaat führt zu kahlen Stellen und ggf. Unkraut
+ Rasen ist nach etwa vier Wochen trittfest– Minderwertige Rasensamen sind meist einjährig
Rollrasen verlegen+ kann rund ums Jahr verlegt werden, außer bei Frost– Kosten liegen bei 5,50 bis 8,00 €/m² zzgl. 2,50 €/m² Transport und 7,00 €/m² Verlegung
+ kann nach zwei bis drei Wochen genutzt werden– körperlich anstrengende Arbeit
+ kommt mit einer dichten Grasnarbe, die Unkraut keine Chance gibt– muss direkt verlegt werden, da er ansonsten trocknet oder fault
– je nach Grundlage ist es möglich, dass die Wurzeln sich nicht verwachsen und der Rollrasen abstirbt

Fazit: Rollrasen oder Säen

Ist Rollrasen also besser, als Rasen Säen? Die Kosten sind fast 10-mal so hoch als ein Saatrasen. Sicher hast du bereits an Tag 1 einen schönen grünen Teppich ums Haus, doch wenn du dich nicht liebevoll um ihn kümmerst, wachsen die Wurzeln nicht an. Rollrasen darfst du zudem die ersten beiden Wochen nicht betreten. Wenn du noch zwei weitere Wochen Geduld hast, ist ein Saatrasen also nicht nur wesentlich günstiger, sondern du hast dir auch jede Menge Arbeit gespart. Die Vor- und Nachbereitungen für Fertigrasen und Saatrasen sind in etwa gleich. Das Aussäen der Rasensamen ist im Vergleich zum körperlich anstrengenden Verlegen der Rasenbahnen wortwörtlich ein Spaziergang. Ich würde mich immer für einen Saatrasen entscheiden. Und du? 

FAQ über Rollrasen und Aussaat

Was ist besser Rollrasen oder Säen?

Das hängt von deinen Präferenzen ab. Rollrasen ist 10-mal so teuer und nach etwa zwei Wochen nutzbar. Saatrasen ist relativ günstig und kann nach etwa einem Monat voll genutzt werden.

Ist Rollrasen zu empfehlen?

Jein. Mit Rollrasen hast du zwar binnen weniger Stunden einen grünen Rasenteppich, doch er kostet dich 15,00 bis 17,50 €/m², wenn du ihn bringen und verlegen lässt. Hochwertige Rasensamen sind mit 0,45 bis 1,32 €/m² wesentlich günstiger.

 Ist Rollrasen teurer?

Ja. Rollrasen kostet mit Transport und Verlegung zwischen 15,00 und 17,50 €/m²; verlegst du ihn selbst sparst du etwa 7 €/m². Hochwertiger Saatrasen hingegen kostet 0,45 bis 1,32 €/m². 

Wie lange kann man Rollrasen liegen lassen?

Rollrasen sollte direkt verlegt werden. Ansonsten trocknet er aus und beginnt über Nacht zu faulen. Gestresste Wurzeln verwachsen nur schwer mit dem Boden. Der Rollrasen kann also absterben.

Möchtest du jetzt loslegen oder brauchst du mehr Infos?

Ja, es ist nicht einfach, zwischen Rollrasen oder Säen zu wählen. Ich hoffe, dir mit meinem Vergleich bei deiner Entscheidung geholfen zu haben. Passend zum Thema rate ich, meinen Ratgeber Gartenboden verbessern und analysieren zu lesen. Falls du dich für einen Saatrasen entscheiden solltest,sind die Tipps wichtig zur korrekten Vorbereitung.

Ob bei Fragen zum Artikel oder anderen Anliegen, die mehr oder weniger mit dem perfekten Rasen zusammenhängen – melde dich einfach bei uns!

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Wir freuen uns auf deine Nachricht! Danke für deine Aufmerksamkeit und frohes Schaffen!

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